Kanton Basel-Stadt / Wirtschaft
Kanton Basel-Stadt / Autobahn
A2…….Basel – Luzern (LU) – Gotthard (UR) – Chiasso (TI) • Länge 295 km • Betrieb 1981
………..Anteil BS: Kleinhüningen – Park St. Jakob
A3…….Basel – Frick (AG) – Zürich (ZH) – Pfäffikon (SZ) – Sargans (SG) • Länge 180 km
………..Anteil BS: Kannenfeld – Wiese ⇒ (A2)
N3…….Kannenfeld – Basel – .. – Sargans (SG)
Kanton Basel-Stadt / Strassenbauwerk
Mittlere Brücke / überquert den Rhein • Konstruktion: Bogenbrücke aus Granit • Pläne der Ingenieure Emil Faesch, Basel und Friedrich von Thiersch, [D-München] • Öffnungen 7 Stk • Spannweite _ m • Länge 192 m • Höhe _ m • Meereshöhe _ müM • Betrieb 1905 • Lage: Eisengasse – Greifengasse
Kanton Basel-Stadt / Eisenbahn
Eisenbahnlinien Basel - Zürich
SBB….Basel SBB – Augst (BL) – Frick (AG) – Brugg (AG) – Zürich HB (ZH)
S1…….Mulhouse [F] – Basel St. Johann – Basel SBB – Augst (BL) – Frick/Laufenburg (AG)
Eisenbahnlinien Basel - Olten
SBB….Basel SBB – Liestal (BL) (1854) – Sissach (BL) (1855) – Olten (SO) • Betrieb 1858
S3…….Basel SBB – Liestal (BL) – Sissach (BL) – Olten (SO)
Eisenbahnlinien Basel - Jura
SBB….Basel SBB – Laufen (BL) – Delémont (JU) – Moutier (JU) • Betrieb 1975
S3…….Basel SBB – Laufen (BL) – Delémont (JU) – Porrentruy (JU)
BLT…..Basel Heuwaage – Bottmingen (BL) – Flüh (BL) (1887) – Rodersdorf (BL) (1910) • Birsigtalbahn
………..Schmalspur 1’000 mm • Länge 16,27 km • Steigung max. 46 %o • Dampfbetrieb 1887 • Elektrobetrieb 1905
Eisenbahnlinien Basel - [BRD]
S6…….Basel SBB – Badischer Bhf – Lörrach [D] – Zell i.W. [D]
DB……Basel SBB – Badischer Bhf – Müllheim [D] – Freiburg i.B. [D]
Eisenbahnlinien Basel - [F]
SNCF..Basel SBB – St. Louis [F] – Mulhouse [F] • Dampfbetrieb 1844
Kanton Basel-Stadt / Eisenbahnbauwerk
Eisenbahnlinien
Eisenbahnbrücke I • überquert den Rhein • Kastenbauweise • Öffnungen 4 Stk • Spannweite max. 59,42 m • Länge 216,3 m • Höhe _ m • Meereshöhe 260 müM • Betrieb 1873 • Strecke: Bahnhof Basel SBB – Badischer Bahnhof
Eisenbahnbrücke II • überquert den Rhein • Spannbeton • Öffnungen 3 Stk • Spannweite max. 117,2 m • Länge 240 m • Höhe _ m • Meereshöhe 260 müM • Betrieb 2012 • Strecke: Bahnhof Basel SBB – Badischer Bahnhof
Kanton Basel-Stadt / Eisenbahngeschichte
Drehscheibe Basel
Elsässer Bahnhof 1844 • exterritorialer Bahnhof der Linie Strassburg [F] – Basel
Bahnhof SBB 1845 • an seinem heutigen Standort
Badischer Bahnhof 1855 • exterritorialer Bahnhof der Linie Karlsruhe [D] – Basel
Badischer Bahnhof 1913 • an seinen heutigen Standort verlegt
1844 fuhr der erste Zug von Strassburg [F] im Dampfbetrieb nach Basel auf Schweizer Boden • Endstation Königshofen, eine provisorische Hütte vor den Stadtmauern Basels (heutiges Gebiet St. Johann) • nicht mehr in Betrieb
1895 fuhr in der Stadt Basel das erste elektrische Tram (Drämmli)
Kanton Basel-Stadt / Schiff
Kanton Basel-Stadt / Fähren
Rheinfähre • Gegründet 1854 • Strecke: Grossbasel – Kleinbasel
Angebot • Fährbetrieb, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Geschäftsausflüge
Fähre St. Alban • Kutter: Wild Maa • Lage: Vor Wettsteinbrücke, St. Alban-Tal
Fähre Münster • Kutter: Leu • Lage: Nach Wettsteinbrücke, beim Basler Münster
Fähre Klingental • Kutter: Vogel Gryff • Lage: Zwischen Mittlere Brücke und Johanniterbrücke
Fähre St. Johann • Kutter: Ueli • Lage: Bei Dreirosenbrücke
Kanton Basel-Stadt / Hafen
Schweizerische Rheinhäfen • Besitz der Kantone BL + BS
Kleinhüningen • Binnenhafen • seit 1922
Kanton Basel-Stadt / Rheinschiffahrt
Basler Personenschifffahrt (BPG) • Gegründet 1924
Angebot • Charterfahrten, Kursfahrten, Themenfahrten
Flotte Motorschiffe • Baslerdybli (1980), Lällekönig (1980), Christoph Merian (1992)
Kanton Basel-Stadt / Flugplatz
Basel-Mulhouse-Freiburg / EuroAirport • Flughafen International • Höhe 269 müM • ICAO-Code LFSB • IATA-Code BSL • Betrieb 1946 • Staatsvertrag mit Frankreich 1949
Kanton Basel-Stadt / Handwerk
Der Ort Basel am Rheinknie war von Anfang an begünstigt durch die Verkehrslage am Kreuzungspunkt der grossen Verkehrsströme / gegen Ende des 12. Jh. wuchsen ganze Handwerkerquartiere um St. Leonhard und am Spalenberg heran / im 13. Jh. hatte das handwerkliche und kaufmännische Bürgertum eine starke Bedeutung / die Angehörigen der verschiedenen Berufe schlossen sich zu den ersten Zünften zusammen / die kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung ab dem 14. Jh. schuf die Grundlage der ökonomischen Stellung Basels in der beginnenden Neuzeit
Verlagswesen
Mit der Reformation setzte ein Zustrom von Glaubensflüchtlingen aus Frankreich (Hugenotten), Italien und den Niederlanden ein / dieser schwellte nach der Bartholomäusnacht 1572 weiter an / der Stadtrat beschloss, Flüchtlinge mit einem gelernten Beruf oder handwerklichem Geschick aufzunehmen und ihnen das Bürgerrecht zu geben / so fasste die Seidenindustrie in der Stadt Fuss / mit der Herstellung von Seidenbändern im Verlagswesen erreichten die Basler auf dem europäischen Markt praktisch eine Monopolstellung / beim Verlagswesen kauften Grosskaufleute Rohstoffe in grossen Mengen auf dem internationalen Markt / sie übergaben sie Heimarbeitern auf dem Land, welche ihnen die fertigen Erzeugnisse ablieferten / dabei blieben Rohstoffe und Produktonsmittel im Besitz der Fabrikanten
Gewerbe
Basler Handelsleute gründeten bereits im 17. Jh. Niederlassungen auf französischem Boden / im 18. Jh. häufte sich der Reichtum des industriellen Patriziats immer mehr an / führende Familien liessen spätbarocke und Rokoko-Palais nach französischem Vorbild bauen, die heute noch das Stadtbild prägen
Für das Gewerbe war die Zeit der ‚Helvetischen Republik‘ 1798-1802 hart / unter den Folgen der von den Franzosen aufgezwungenen Kontinentalsperre litt vor allem die vorher blühende Textilindustrie / weil Rohstoffe knapp waren, konnte das Verlagswesen nicht mehr bedient werden / Arbeitslosigkeit zwang viele brotlose Landbewohner zum Auswandern / ausserdem erhöhte der Rat die Steuern für Kaufleute und Fabrikanten
Infolge der in der Bundesverfassung 1848 garantierten Niederlassungs- und Gewerbefreiheit setzte ein mächtiger Zuwanderungsstrom ein / im 20. Jh. ist Basel zur modernen Industriestadt mit Hauptgewicht Chemie und Pharma gewachsen
Kanton Basel-Stadt / Industrie
Chemie
Die chemische Industrie ist im 19. Jh. als Nebenzweig der Seidenbandfabrikation entstanden / nämlich für die Farbherstellung und das Färben der Seidenbänder / als Zulieferindustrie wiederum war der Maschinen- und Apparatebau notwendig
Johann Rudolf Geigy begann 1758 mit Chemikalien, Farbstoffen und Heilmitteln zu handeln / einer seiner Urenkel produzierte dann den Farbstoff Fuchsin für die Seidenbandindustrie / bis 1935 stellte die Firma Geigy ausschliesslich Farbstoffe her / sie diversifizierte dann auf Insektizide / sowie ab 1938 auf pharmazeutische Produkte
Basels erste mechanische Fabrik diente ab 1824 der Herstellung von minderwertigem Seidengarn / reich gewordene Seidenbandherren investierten ab der Trennung der Kantone 1833 in Fabriken und installierten die neusten technischen Errungenschaften / Franz Sarasin nutzte 1836 als erster die Dampfkraft
Diverse weitere Zulieferfirmen entstanden / ab Mitte der 1850er Jahre wurde es möglich, aus dem bei der Verkokung von Steinkohle anfallenden Teer künstliche Farbstoffe herzustellen / die Seidenfärberei von Alexander Clavel stellte ab 1859 den synthetischen Farbstoff Fuchsin her / Clavels Betrieb firmierte später unter dem Namen ‚Chemische Industrie Basel‘ (CIBA) / diese Bezeichnung wurde ab 1945 zum offiziellen Firmennamen / weitere bedeutende Gründungen in der chemischen Industrie waren die Kern & Sandoz 1886 und die Hoffmann-La Roche 1896
Ciba und Geigy fusionierten 1970 zur Ciba-Geigy / es war eine Diversivikation aus Pharmaprodukten, Kunststoffen, Farbstoffen und Chemikalien / Ciba-Geigy schloss sich 1996 mit Sandoz zusammen und nannte sich ‚Novartis‘